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Auto Unterhaltskosten im Check: Versicherung, Kfz-Steuer & Co.

Die Zahl der Pkw in Deutschland wächst enorm, denn das Bedürfnis nach einem Auto ist bei vielen Menschen sehr groß. Ob für die Fahrt zum Supermarkt, den Roadtrip am Wochenende oder als Transportmittel bei Umzug und Co. – vier Räder stehen für uneingeschränkte Mobilität. Der Weg zum eigenen Fahrzeug führt dabei in der Regel über den Barkauf, die Finanzierung oder das Leasing. Ganz gleich, welche Anschaffungsform gewählt wird: Neben dem Fahrzeugpreis bzw. den Leasingraten sollten stets auch die Unterhaltskosten für das Wunschauto betrachtet werden. Denn wie viel Sie tatsächlich zahlen müssen, hängt von vielen Faktoren ab. Wir verraten Ihnen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und verschaffen Ihnen einen Überblick über die monatlichen Aufwendungen für Ihren neuen Wagen.

Was kostet ein Auto monatlich?

Die durchschnittlichen Kosten pro Monat sind in erster Linie davon abhängig, welches Auto Sie fahren. Bei einem Kleinwagen können Sie mit circa 200 Euro pro Monat rechnen. Für einen Wagen der unteren Mittelklasse werden bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 20.000 km pro Jahr rund 400 Euro fällig. Fix- und Betriebskosten wie Steuern, Kfz-Haftpflicht, Reparaturen sowie Sprit oder TÜV sind hierbei schon eingerechnet. Die exakte Höhe ist jedoch nur mit Wahl der Versicherungsart, beispielsweise einer Teilkasko, zu ermitteln.

Wie setzen sich die Kfz Unterhaltskosten zusammen?

Die Kosten für Ihr Fahrzeug setzen sich im Großen und Ganzen aus den Anschaffungs-, Fix- und Betriebskosten zusammen:

  • Zu den Betriebsausgaben zählen zum Beispiel die Kosten für Reparaturen oder den Treibstoff. Diese können natürlich jährlich variieren und gelten somit als variable Aufwendungen.
  • Die Fixkosten hingegen sind in der Regel immer gleich – sie bestehen aus der Versicherung, der Kfz-Steuer und dem Wertverlust. Bei einer Finanzierung oder einem Leasing-Fahrzeug kommen hier noch die monatlichen Raten hinzu.
  • Die Anschaffungskosten sind nicht Teil der Fix- oder Betriebsausgaben und müssen einzeln betrachtet werden. Hierzu zählen der Kaufpreis (beim Barkauf) sowie die Überführungskosten, die Kfz-Zulassung und die Kosten für Kennzeichen.
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Kfz-Unterhaltskosten auf einem Blick

Grundsätzlich gilt: Je größer und leistungsstärker Ihr Wagen, desto höher fallen die Unterhaltskosten hierbei aus.

Wie viel kostet die Kfz-Versicherung?

Die Auto-Versicherung gilt als ein wichtiger Posten bei den Unterhaltskosten für einen Pkw. Hier wird zwischen einer reinen Kfz-Haftpflichtversicherung sowie einer Teil- und Vollkaskoversicherung unterschieden. Die Fahrzeugmarke, Ausstattung, Fahrleistung pro Jahr, Ihr Alter, der Zulassungsbezirk sowie Ihre Unfallfreiheit spielen eine große Rolle, wenn es um die exakte Höhe der Kosten geht. Bei einem alten Gebrauchtwagen mit geringem Wert reicht eine Kfz-Haftpflichtversicherung völlig aus. Für hochpreisige Fahrzeuge sollte eine Teilkasko, für teure Gebrauchte und Neuwagen eine Vollkasko-Versicherung in Erwägung gezogen werden.

Hinweis: Beim Leasing ist eine Vollkasko sogar in der Regel verpflichtend. Darüber hinaus empfiehlt es sich, eine GAP-Deckung als Zusatzversicherung abzuschließen.

  • Fahrzeugmarke: Dieser Aspekt ist im ersten Schritt bei der Höhe der Versicherungspolice entscheidend. Die Versicherungsunternehmen greifen dabei auf eigene Erhebungen zurück und können somit einschätzen, ob manche Fahrzeuge statistisch gesehen häufiger in Unfälle verwickelt sind als andere. Basierend darauf wird die Police erstellt und die Höhe des Beitrages mit den Faktoren „Alter des Versicherungsnehmers“, „jährliche Kilometerleistung“ und „Schadenfreiheit“ festgesetzt.
  • Alter/Fahrerlaubnis: Die Kosten für die Kfz-Versicherung hängt unter anderem vom Zeitpunkt des Erwerbs der Fahrerlaubnis ab. Das heißt, je länger Sie den Führerschein haben und Pkw fahren, desto günstiger wird es für Sie.
  • Fahrleistung pro Jahr: Der Versicherungstarif wird davon abhängig gemacht, wie oft Sie Ihr eigenes Fahrzeug im Jahr bewegen. Legen Sie jährlich nur wenige Kilometer mit Ihrem Wagen zurück, fallen die Kosten hierfür auch geringer aus.
  • Unfallfreiheit: Bei diesem Punkt greift für Versicherte die Schadenfreiheitsklasse. Unter der SF-Klasse versteht man die Anzahl der unfallfreien Jahre eines jeden Autofahrers. Anhand dieser wird die Wahrscheinlichkeit von Unfall- und Schadensrisiken berechnet. Durch die Einstufung erhalten Sie dann einen sogenannten Schadenfreiheitsrabatt. Haben Sie also noch nie einen Unfall oder Schaden verursacht, zahlen Sie auch weniger für Ihre Kfz-Versicherung.

Erfahren Sie in unserem Artikel „Schadenfreiheitsklasse“ was es mit den SF-Klassen auf sich hat und wie Sie hierbei sparen können.

Was kostet die Kfz-Steuer?

Berechnet wird die Steuer Ihres Fahrzeugs anhand des CO2-Ausstoßes und Hubraums. Bei Verbrennermotoren wird jedoch noch zwischen Benziner und Diesel unterschieden. Während Sie für einen Benziner 2,00 Euro pro angefangene 100 ccm Hubraum zahlen müssen, kommen bei einem Diesel 9,50 Euro pro angefangene 100 ccm Hubraum zu trage. Neu zugelassene Autos, die die Grenze von mehr als 95 g/km CO2 überschreiten, müssen für jedes weitere Gramm 2,00 Euro Steuern zahlen. Dies ist unabhängig davon, ob es sich um einen Benziner oder Diesel handelt. Besitzer von reinen Elektroautos haben wiederum einen ganz klaren Vorteil. Denn sie müssen zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer für ihr Fahrzeug zahlen. Plug-in Hybride sind von diesem Steuervorteil ausgeschlossen.

Hinweis: Wie wird die Kfz-Steuer genau berechnet? Welche Fahrzeuge sind vom CO2-Aufschlag betroffen? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir Ihnen in unserem Artikel „Die neue Kfz-Steuer 2021“.

Wie hoch ist der Wertverlust?

Der Wertverlust beschreibt die Verringerung des materiellen Werts eines Autos im Laufe des Nutzungszeitraums. Das heißt, je mehr Kilometer der Tachostand am Ende der Haltedauer aufweist, desto mehr sinkt der Wert des Fahrzeugs. Die Abwertung wird zu Anfang beim Kauf oder bei einer Finanzierung pauschal mit 20 Prozent veranschlagt – die Folgejahre mit 5 Prozent pro Jahr. Den kalkulierten Wertverlust können Sie auf einen monatlichen Wert herunterbrechen und im Anschluss in die Betriebskosten einkalkulieren. 

Beim Leasing hingegen – um genauer zu sein, beim Kilometerleasing – steht die Leasingrate der tatsächlichen Herabsetzung des Wertes gegenüber, da das Risiko während der Leasinglaufzeit von der Leasinggesellschaft getragen wird. Meist ist die Summe der Leasingrate aufgrund von Hersteller-Subventionen sogar geringer als der Wertverlust, der im gleichen Zeitraum beim Autokauf anfallen würde. 

Auf LeasingMarkt.de finden Sie ausschließlich Angebote, die auf dem Kilometerleasing-Prinzip beruhen.

Welche Wartungskosten können entstehen?

Zu den allgemeinen Wartungskosten zählen die Hauptuntersuchung (HU), Inspektionen sowie Reparatur- und Werkstattkosten. Die Hauptuntersuchung, auch TÜV genannt, umfasst die regelmäßige Überprüfung Ihres Wagens auf die Verkehrstüchtigkeit. Die Kosten für eine HU inkl. AU (Abgasuntersuchung) liegen in der Regel bei etwa 100 bis 120 Euro. Die erste HU fällt bei einem Neuwagen nach drei Jahren an. Danach erfolgt sie in einem Zeitabstand von zwei Jahren.

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Eine regelmäßige Prüfung des Motorölstands ist sehr wichtig

Zu den Wartungs- und Reparaturkosten zählen Inspektionen, wie zum Beispiel der Ölwechsel, sowie das Ersetzen von Verschleißteilen. Diese müssen nach einer gewissen Zeit von einer Vertragswerkstatt ausgetauscht werden. Hierbei sollten Sie mit monatlichen Kosten von circa 30 Euro rechnen – natürlich je nach Modell, Fahrleistung sowie außergewöhnlichen Vorkommnissen. 

Tipp: Wissen Sie, wann Ihre nächste HU ansteht? Wir verraten Ihnen, wie Sie die Frist für die Hauptuntersuchung Ihres Autos schnell erkennen.

Welche zusätzlichen Kosten müssen berücksichtigt werden?

Die zusätzlichen Kosten sind recht individuell und können daher variieren. Dazu gehören zum Beispiel die Kosten für einen Stellplatz für Ihr Fahrzeug, eine 8-fach-Bereifung, die Autopflege sowie die Umweltplakette. Die Feinstaubplakette können Sie direkt beim TÜV oder bei Ihrer Zulassungsbehörde erwerben. In Großstädten kann die Plakette sogar online bei der Verwaltung oder in Tankstellen gekauft werden. Die Kosten liegen je nach Art der Plakette – unterschieden wird zwischen vier Schadstoffgruppen – bei fünf bis 20 Euro.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Kennzeichenkombination auf dem Nummernschild und der Plakette übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall, gilt die Plakette als ungültig und Sie können nicht in die jeweilige Umweltzone fahren.

Beispielrechnung: Kfz-Nebenkosten beim Leasing eines VW Golf

Welche Unterhaltskosten neben der monatlichen Leasingrate noch auf Sie zukommen, erklären wir Ihnen im folgenden Video beispielhaft anhand eines VW Golf.

Wie kann ich die Unterhaltskosten für mein Auto berechnen?

Was Sie tatsächlich monatlich an Unterhaltskosten bezahlen müssen, können Sie auch ganz einfach mit dem ADAC Autokosten-Rechner ermitteln. Berücksichtigt werden hierbei Ihre voraussichtliche Haltedauer und Jahresfahrleistung. Die Berechnungsgrundlage beinhaltet zudem detaillierte Faktoren wie den Kaufpreis, Fixkosten, Werkstattkosten, Betriebsausgaben sowie den Wertverlust Ihres Neuwagens. Aus über 9000 Neuwagen-Modellen erhalten Sie dann eine genaue Auflistung Ihrer monatlichen Kosten.

Unterhaltskosten sparen – hilfreiche Tipps

Wer sich für die Anschaffung eines Autos entscheidet, muss mit diversen Nebenkosten rechnen. Damit diese nicht zu hoch ausfallen, haben wir im Folgenden einige Tipps, wie Sie beim Unterhalt Ihres Pkws den ein oder anderen Euro sparen können.

Beim Autokauf sparen

Sollten Sie sich dazu entscheiden, ein Auto zu kaufen, ist ein Jahres- oder Vorführwagen eine besonders günstige Option. Diese sind top gepflegt und zählen nur wenige Kilometer auf dem Tachostand. Im Vergleich zu Neuwagen sind hier die Anschaffungskosten deutlich niedriger. Die beste und günstigste Alternative ist jedoch das Leasing, besser gesagt das Kilometerleasing. Hierbei wird auf Basis der während der Mietzeit gefahrenen Kilometer kalkuliert und daraufhin die Höhe der monatliche Rate bestimmt. Somit haben Sie ein geringes Kostenrisiko und eine hohe Planungssicherheit mit großer Kostentransparenz. Schauen Sie dazu auch gerne mal auf der LeasingMarkt.de Deals-Seite vorbei. Dort finden Sie zahlreiche Leasingangebote zu Top-Konditionen von unseren Partnerhändlern in ganz Deutschland. Bei Bedarf können Sie auch eine individuelle Anzahlung leisten – je höher die Anzahlung, desto geringer fällt die monatliche Belastung für Sie aus. Zudem erhalten Sie bei vielen unserer Angebote weitere Zusatzleistungen wie Werkstattservice oder TÜV inklusive.

Tipp: In unserem Ratgeber-Artikel erklären wir Ihnen, welche Vorteile das Kilometerleasing mit sich bringt und warum wir von Restwertleasing-Angeboten absehen.

Bei der Kfz-Versicherung sparen

Vor dem Versicherungsabschluss sollten Sie die Tarife der verschiedenen Anbieter vergleichen, da diese deutlich variieren können. Das können Sie auch direkt auf LeasingMarkt.de mithilfe unseres Kfz-Versicherungsvergleich erledigen. Achten Sie beim Vergleich darauf, dass die versicherten Leistungen deckungsgleich sind.

Mit einer jährlicher statt halbjährlichen Zahlung, mit einer Selbstbeteiligung, Parken in der Garage und weiteren Faktoren können Sie zudem die Kosten für Ihre Versicherung reduzieren. Entscheiden Sie sich für ein brandneues Modell, das der Hersteller gerade erst auf den Markt gebracht hat, können Sie ebenfalls sparen. Denn die Einstufung seitens der Versicherung, ob das Fahrzeug häufiger in Unfälle verwickelt ist, entfällt hier. Ein weiterer wichtiger Tipp: Vermeiden Sie Unfälle! Denn wer einen verursacht, rutscht automatisch in eine teurere Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse). Daher lohnt es sich manchmal kleinere Unfälle oder Schäden selbst zu bezahlen, damit die günstigere SF-Klasse bestehen bleibt. 

Bei der Kfz-Steuer sparen

Wie bereits erwähnt, haben reine Elektroautos einen klaren steuerlichen Vorteil. Halter von E-Autos müssen nämlich zehn Jahre lange keine Kfz-Steuern zahlen. Auch nach Ablauf dieser Frist fallen die Abgaben viel geringer aus als bei Verbrennern oder Plug-In Hybriden. Benzin- oder Dieselmodelle sind vor allem dann günstig in der Steuer, wenn sie niedrige CO2-Emissionen und einen geringen Hubraum aufweisen. Sparpotenzial bieten auch Saisonkennzeichen für zum Beispiel Cabrios oder auch Oldtimer. Ihr Kfz wird somit nur für die Dauer angemeldet, in der Sie es nutzen möchten. 

Die günstigsten Modelle im Unterhaltskosten-Check

Sie sind auf der Suche nach einem günstigen Kleinwagen, Kombi oder SUV? Auf Basis des ADAC Autokosten-Check finden Sie im Folgenden eine Übersicht für Modelle mit besonders niedrigen Unterhaltskosten. Die unten aufgeführten Gesamtkosten setzen sich aus den Fixkosten, Werkstatt- und Reifenkosten, Betriebskosten sowie dem Wertverlust zusammen.

kleinwagen kombi suv unterhaltskosten
Die günstigsten Autos im Unterhaltskosten-Check

Die Top-5 der günstigsten Kleinwagen

Die Top-5 der günstigsten Autos der unteren Mittelklasse

Die Top-5 der günstigsten Autos der Mittelklasse

Die Top-5 der günstigsten Autos der oberen Mittelklasse

Die Top-5 der günstigsten Autos der Oberklasse

Auto-Kosten im Unterhalt sparen – mit Leasingangeboten von LeasingMarkt.de

Die Anschaffung eines neuen Autos geht nicht von heute auf morgen. Neben der Wahl des richtigen Modells sollten Sie sich vorab Gedanken über die zusätzlichen Kosten machen. Sie möchten dabei auf Nummer sicher gehen und unkalkulierbare Risiken wie den Wertverlust vermeiden? Der stressige Verkauf des Wagens nach der Haltedauer soll Ihnen auch gestohlen bleiben? Dann ist das Kilometerleasing genau die richtige Alternative für Sie. LeasingMarkt.de bietet Ihnen in Kooperation mit Hunderten Partnerhändlern aus ganz Deutschland günstige Leasingangebote für Ihr Wunschfahrzeug. Dank unserer umfangreichen Filterfunktionen können Sie zudem ganz bequem und transparent Konditionen verschiedener Anbieter vergleichen. Somit finden Sie in wenigen Schritten genau das Angebot, das Ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Ganz gleich, ob Sie sich für das Gewerbe- oder Privatleasing interessieren: Jetzt vergleichen und Autos mit geringen Unterhaltskosten finden!

Patrick

Als ehemaliger Automobilhändler kennt sich Patrick natürlich bestens in der Autowelt aus. Auch bei LeasingMarkt.de ist der Sales-Bereich sein eigentliches Zuhause. Nebenbei unterstützt er hin und wieder unser Redaktionsteam – insbesondere, wenn es um rechtliche Themen geht. Wie es sich für einen gebürtigen Hamburger gehört, ist Patrick nicht nur zu Land, sondern privat häufig auch zu Wasser unterwegs. Denn seine größte Leidenschaft ist das Segeln.

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