Beim Kilometerleasing vereinbaren Sie vorab eine bestimmte Fahrleistung. Beim Restwertleasing wird dagegen kalkuliert, welchen Wert das Fahrzeug am Ende der Vertragslaufzeit noch besitzen soll.
Wir empfehlen in der Regel Kilometerleasing. Die Kosten sind besser planbar, weil die Abrechnung nicht davon abhängt, wie sich der allgemeine Marktwert des Fahrzeugs während der Vertragslaufzeit entwickelt.
Auf LeasingMarkt.de finden Sie deshalb ausschließlich Angebote mit Kilometerleasing.
Kilometerleasing vs. Restwertleasing im direkten Vergleich
Kriterium | Kilometerleasing | Restwertleasing |
|---|---|---|
Grundlage des Vertrags | vereinbarte Kilometerleistung | kalkulierter Fahrzeugrestwert |
Bei Vertragsende relevant | tatsächlich gefahrene Kilometer | tatsächlicher Fahrzeugwert |
Marktwertentwicklung | grundsätzlich kein Risiko des Leasingnehmers | kann für Leasingnehmer finanziell relevant werden |
Mehr-/Minderkilometer | Preise vertraglich festgelegt, häufig mit Toleranzbereich | nicht zentraler Abrechnungsfaktor |
Kostenrisiko | vor allem Mehrkilometer und Fahrzeugzustand | zusätzlich Risiko der Restwertabweichung |
Planbarkeit | vergleichsweise hoch | stärker von zukünftiger Wertentwicklung abhängig |
Auf LeasingMarkt.de verfügbar | ja | nein |
Der wesentliche Unterschied liegt also nicht darin, ob Sie monatliche Leasingraten bezahlen. Das tun Sie bei beiden Varianten.
Entscheidend ist vielmehr, was am Vertragsende abgerechnet wird.
Wie funktioniert Kilometerleasing?
Beim Kilometerleasing legen Sie zu Vertragsbeginn fest, wie viele Kilometer Sie pro Jahr mit dem Fahrzeug fahren möchten.
Bei einem Vertrag über 36 Monate mit 10.000 Kilometern pro Jahr wären beispielsweise insgesamt 30.000 Kilometer vereinbart.
Fahren Sie mehr, können Mehrkilometer berechnet werden. Bleiben Sie unter der vereinbarten Fahrleistung, können Minderkilometer entsprechend den Vertragsbedingungen vergütet werden.
Die Konditionen dafür stehen bereits im Leasingvertrag. Dadurch lässt sich das finanzielle Risiko vergleichsweise gut einschätzen.
Der entscheidende Vorteil gegenüber dem Restwertleasing:
Wie sich der allgemeine Marktwert des Fahrzeugs während Ihrer Vertragslaufzeit entwickelt, ist für die Abrechnung grundsätzlich nicht entscheidend.
Wie Kilometerleasing genau funktioniert und wie Sie die richtige Fahrleistung wählen, erklären wir ausführlich in unserem Artikel Was ist Kilometerleasing?
Wie funktioniert Restwertleasing?
Beim Restwertleasing wird bei Vertragsabschluss kalkuliert, welchen Wert das Fahrzeug am Ende der Leasinglaufzeit voraussichtlich noch besitzen wird.
Dieser sogenannte Restwert beeinflusst auch die Höhe der Leasingrate.
Je höher der kalkulierte Restwert, desto niedriger kann die monatliche Rate ausfallen.
Das kann ein Restwertleasing auf den ersten Blick attraktiv erscheinen lassen. Entscheidend ist jedoch, ob der angenommene Restwert bei Vertragsende tatsächlich erreicht wird.
Ist das Fahrzeug weniger wert als kalkuliert, kann die Differenz je nach Vertragsgestaltung für den Leasingnehmer finanziell relevant werden.
Wie hoch der Fahrzeugwert in mehreren Jahren tatsächlich sein wird, lässt sich nicht sicher vorhersagen. Gebrauchtwagenpreise, Nachfrage, technische Entwicklungen und andere Marktfaktoren können sich während der Vertragslaufzeit verändern.
Mehr über Funktionsweise und Risiken erfahren Sie in unserem Artikel zum Restwertleasing.
Warum ist Kilometerleasing besser planbar?
Beim Kilometerleasing stehen wesentliche Kostenfaktoren bereits bei Vertragsabschluss fest. Neben Leasingrate, Laufzeit und vereinbarter Fahrleistung werden auch die Preise für Mehr- und Minderkilometer im Vertrag festgelegt.
Mehrkilometer kosten je nach Fahrzeug und Vertrag häufig etwa 5 bis 15 Cent pro Kilometer. Für Minderkilometer werden häufig etwa 2 bis 7 Cent pro Kilometer vergütet. Maßgeblich sind immer die Konditionen des konkreten Leasingvertrags.
Hinzu kommt bei vielen Verträgen ein Toleranzbereich. Häufig liegt dieser bei 2.500 Kilometern über die gesamte Vertragslaufzeit. Innerhalb dieses Bereichs werden Mehrkilometer nicht berechnet beziehungsweise Minderkilometer nicht vergütet.
Ein Beispiel:
Sie haben über die gesamte Laufzeit 30.000 Kilometer vereinbart und geben das Fahrzeug mit 32.000 Kilometern zurück.
Sie sind also 2.000 Kilometer mehr gefahren. Gilt laut Vertrag eine Toleranz von 2.500 Kilometern, entstehen in diesem Beispiel keine zusätzlichen Kosten für Mehrkilometer.
Fahren Sie stattdessen beispielsweise 35.000 Kilometer, liegen Sie 5.000 Kilometer über der vereinbarten Fahrleistung. Bei einer Toleranz von 2.500 Kilometern würden noch 2.500 Mehrkilometer abgerechnet.
Bei angenommenen 10 Cent pro Mehrkilometer wären das:
2.500 km × 0,10 € = 250 €
Wichtig: Die 2.500 Kilometer sind keine allgemeingültige Regel. Ob ein Toleranzbereich gilt, wie hoch er ausfällt und welche Preise für Mehr- und Minderkilometer berechnet beziehungsweise vergütet werden, steht im jeweiligen Leasingvertrag.
Dadurch lässt sich beim Kilometerleasing bereits vor Vertragsabschluss vergleichsweise gut abschätzen, welche finanziellen Folgen eine Abweichung von der geplanten Fahrleistung haben kann.
Beim Restwertleasing kommt dagegen eine zusätzliche Unsicherheit hinzu: der zukünftige Marktwert des Fahrzeugs.
Wie viel ein heute neues Auto in zwei, drei oder vier Jahren tatsächlich wert sein wird, lässt sich bei Vertragsabschluss nicht sicher vorhersagen.
Wo ist das Risiko einer Nachzahlung größer?
Bei beiden Leasingarten können am Vertragsende zusätzliche Kosten entstehen. Die Gründe unterscheiden sich jedoch.
Beim Kilometerleasing
Zusätzliche Kosten können beispielsweise entstehen durch:
Mehrkilometer außerhalb eines vereinbarten Toleranzbereichs
Schäden am Fahrzeug
übermäßige Abnutzung
Mehr- und Minderkilometer werden nach den im Vertrag vereinbarten Konditionen abgerechnet.
Beim Restwertleasing
Hier ist es relevant, ob das Fahrzeug den zu Vertragsbeginn kalkulierten Restwert tatsächlich erreicht.
Liegt der tatsächliche Fahrzeugwert darunter, kann je nach Vertragsgestaltung eine finanzielle Differenz entstehen.
Gerade dieses zusätzliche Marktwertrisiko macht Restwertleasing für Verbraucher schwerer kalkulierbar.
Wichtig ist dabei: Schäden können bei beiden Leasingarten den Fahrzeugwert beeinflussen. Sie sind daher kein spezifischer Nachteil des Restwertleasings.
Warum kann die Rate beim Restwertleasing niedriger wirken?
Ein hoher kalkulierter Restwert kann die monatliche Leasingrate reduzieren.
Das lässt sich vereinfacht so erklären:
Wird angenommen, dass das Fahrzeug am Ende der Vertragslaufzeit noch einen hohen Wert besitzt, muss während der Leasingdauer rechnerisch weniger Wertverlust über die monatlichen Raten abgedeckt werden.
Eine besonders niedrige Rate ist beim Restwertleasing deshalb nicht automatisch ein besonders günstiges Angebot.
Entscheidend ist, ob der kalkulierte Restwert realistisch ist und welche Regelungen der Vertrag für das Ende der Laufzeit vorsieht.
Genau hier liegt ein wesentlicher Unterschied zum Kilometerleasing: Dort müssen Sie nicht einschätzen, wie sich der Gebrauchtwagenmarkt in mehreren Jahren entwickelt.
Können wertstabile Fahrzeuge für Restwertleasing interessant sein?
Ein Fahrzeug mit einer voraussichtlich stabilen Wertentwicklung kann sich grundsätzlich besser für Restwertleasing eignen als ein Modell mit schwer vorhersehbarem Restwert.
Bleibt der tatsächliche Fahrzeugwert während der Vertragslaufzeit stabil, sinkt das Risiko einer größeren Differenz zwischen dem kalkulierten und dem tatsächlichen Restwert.
Eine Garantie gibt es allerdings auch bei wertstabilen Fahrzeugen nicht.
Wie sich ein Gebrauchtwagenpreis über mehrere Jahre entwickelt, hängt nicht nur vom konkreten Modell ab. Auch Marktnachfrage, Neuwagenpreise, technische Entwicklungen und andere äußere Faktoren können den späteren Fahrzeugwert beeinflussen.
Wertstabilität kann das Restwertrisiko also reduzieren – sie beseitigt es nicht.
Kilometerleasing oder Restwertleasing: Welche Variante passt zu wem?
Kilometerleasing passt besser, wenn …
Sie Ihre jährliche Fahrleistung ungefähr einschätzen können.
Ihnen planbare Kosten wichtig sind.
Sie das Risiko der allgemeinen Marktwertentwicklung nicht selbst tragen möchten.
Sie bereits vor Vertragsabschluss wissen möchten, wie Mehr- und Minderkilometer abgerechnet werden.
Restwertleasing kann infrage kommen, wenn …
Sie die Funktionsweise und das Restwertrisiko genau verstehen.
der kalkulierte Restwert des Fahrzeugs realistisch erscheint.
Sie ein Fahrzeug mit voraussichtlich stabiler Wertentwicklung leasen.
Sie bereit sind, das Risiko einer möglichen Differenz zwischen kalkuliertem und tatsächlichem Fahrzeugwert zu tragen.
Auch bei einem wertstabilen Fahrzeug bleibt der zukünftige Marktwert eine Prognose.
Für Kunden, denen eine möglichst hohe Kostensicherheit wichtig ist, halten wir Kilometerleasing deshalb für die transparentere und besser planbare Variante.
Ist Kilometerleasing komplett ohne Risiko?
Auch beim Kilometerleasing sollten Sie Ihren Kilometerbedarf realistisch einschätzen und den Leasingvertrag genau prüfen.
Fahren Sie deutlich mehr als vereinbart, können Mehrkilometer Kosten verursachen. Bei der Rückgabe können außerdem Schäden oder übermäßige Abnutzung zu einer Wertminderung führen.
Der Vorteil liegt also nicht darin, dass Kilometerleasing vollkommen risikofrei wäre.
Der Vorteil liegt darin, dass Sie das Risiko der allgemeinen Marktwertentwicklung des Fahrzeugs grundsätzlich nicht tragen und wesentliche Kostenfaktoren bereits bei Vertragsabschluss kennen.
Warum bietet LeasingMarkt.de ausschließlich Kilometerleasing an?
Wir möchten Leasingangebote möglichst transparent und vergleichbar darstellen.
Beim Kilometerleasing können Sie bereits vor Vertragsabschluss sehen, welche Laufzeit und Kilometerleistung vereinbart werden und welche monatliche Rate dafür anfällt.
Auch die Konditionen für Mehr- und Minderkilometer stehen im Vertrag fest. Gleichzeitig müssen Sie sich nicht damit beschäftigen, welchen Marktwert das Fahrzeug möglicherweise mehrere Jahre später besitzen wird.
Deshalb finden Sie auf LeasingMarkt.de ausschließlich Kilometerleasing-Angebote.
Kilometer- oder Restwertleasing im Video erklärt
Sie möchten die Unterschiede noch einmal kompakt erklärt bekommen? In unserem Ratgebervideo zeigen wir, wie Kilometer- und Restwertleasing funktionieren, wo die wichtigsten Unterschiede liegen und worauf Sie bei der Wahl der Leasingart achten sollten.
Fazit: Kilometerleasing ist meist besser planbar
Kilometer- und Restwertleasing unterscheiden sich vor allem durch die Grundlage der Abrechnung.
Beim Kilometerleasing wird die Fahrleistung vereinbart. Beim Restwertleasing spielt der zukünftige Fahrzeugwert eine entscheidende Rolle.
Dadurch ist Kilometerleasing für Verbraucher in der Regel besser planbar. Mehr- und Minderkilometer werden anhand vertraglich festgelegter Konditionen abgerechnet, während Sie das Risiko der allgemeinen Marktwertentwicklung grundsätzlich nicht tragen.
Restwertleasing kann insbesondere bei Fahrzeugen mit einer stabilen Wertentwicklung interessant sein. Dennoch bleibt der zukünftige Restwert eine Prognose und damit eine zusätzliche Unsicherheit.



