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auto zwischen wiese und wald

Reisen im Elektroauto: So gelingen auch Langstrecken mit E-Fahrzeug

Nie war der Zeitpunkt für die Anschaffung eines Elektroautos günstiger als in diesen Tagen – und zwar wortwörtlich „günstiger“. Denn aufgrund des erhöhten Umweltbonus in Form der Innovationsprämie reduzieren sich aktuell die Preise bzw. Leasingraten für viele beliebte E-Modelle enorm. Was sich jedoch scheinbar nicht reduziert, sind die Vorbehalte gegenüber der Reichweite der Stromer. Kurze Strecken in der City gelingen problemlos. Aber vor allem in Ferienzeiten stellen sich viele die Frage: Sind die elektrischen Gefährte auch für eine längere Urlaubsfahrt geeignet? Die Antwort lautet: ja! Allerdings bedarf es etwas Planung. Wir geben Ihnen wichtige Tipps für Ihren E-Roadtrip und erklären Ihnen, wie Sie dank digitaler Routenplaner, ausgebauter Ladenetze, spezialisierter Pannenhelfer und E-Fahrzeugen mit hoher Reichweite Deutschland und Europa umweltbewusst bereisen.

Route planen mit Elektroauto

Wer eine längere Reise mit Elektroauto unternimmt, sollte diese vorher sorgfältig planen. Einfach einsteigen und losfahren ist mit einem Elektro-Pkw nicht so einfach möglich wie mit einem Verbrenner. Denn für gewöhnlich müssen die Stromer häufiger nachtanken als ihre benzinbetriebenen Pendants. Ein Umstand, den Sie sich zum Vorteil machen können. Anstatt pausenlos über die Autobahn zu jagen, tragen die Ladestopps nämlich zur Entschleunigung bei – so laden Sie gleichzeitig auch Ihren eigenen Akku auf.  

Hinweis: Wie Sie beim Erwerb eines E-Fahrzeugs viel Geld sparen können, erfahren Sie in unserem Artikel zur Innovationsprämie für Elektroautos.

Vor der Abfahrt mit Elektroauto sollten Sie bereits wissen, wo sich entlang Ihrer Route Lademöglichkeiten befinden. Informieren Sie sich auch rechtzeitig darüber, bei welchen Anbietern Sie sich vorab registrieren müssen, um eine entsprechende Ladekarte zu erhalten.

Ladestopp und Fahrpause clever kombinieren

Während herkömmliche Stromladungen mehrere Stunden in Anspruch nehmen, dauert eine Schnellladung lediglich 30 bis 60 Minuten. Daher lohnt sich die Koordination bzw. das Zusammenlegen von Fahrpausen und Ladestopps.

ladestation für elektroauto am meer
Mit einer Ladestation am Meer wird selbst der Zwischenstopp zur Erholung

Suchen Sie sich z.B. eine Schnellladestation in der Nähe eines grünen Parks, am Ufer eines Sees oder machen Sie einen gemütlichen Stadtbummel. Organisieren Sie ein Picknick, einen Restaurantbesuch oder einen Spaziergang durch die Altstadt. Mit der richtigen Planung wird die Pause nicht zur nervenzehrenden Warterei, sondern zu einem entspannten Teil Ihres Urlaubs.

Digitale Routenplaner für Elektroautos

Apps wie Chargemap und Online-Anbieter wie Going Electric unterstützen Sie bei der Routenplanung mit Elektroauto. Folgende Leistungen sollte ein digitaler Routenplaner bieten:

  • Auswahl des Elektroauto-Modells
  • Anzeige der Ladeleistung der Säulen (Schnellladeleistung)
  • Angabe der Bezahlmethoden

Tipp: Sie wissen noch gar nicht, wo Sie überhaupt hinfahren möchten? Dann lassen Sie sich doch von unserem Roadtrip durch Deutschland mit den 10 schönsten Reisezielen inspirieren!

So lässt sich die Route bequem von zuhause aus planen. Bedenken Sie allerdings, dass Ihre angepeilte Ladesäule besetzt oder defekt sein könnte. Daher ist es ratsam, Alternativen mit in die Planung einzubeziehen. Falls das mobile Datenvolumen Ihres Smartphones im Ausland mal nicht ausreichen sollte, können Sie sich zumeist auch bei den Touristeninformationen des jeweiligen Urlaubslandes nach Ladesäulen erkundigen.

Das E-Ladenetz in Europa

Die Elektromobilität in Europa befindet sich im Wachstum. Das gilt für einzelne Länder mehr, für andere weniger. Prinzipiell lässt sich sagen: Je nördlicher, desto besser das Ladenetz. Natürlich gelten für diese Regel Ausnahmen. So ist das Ladenetz in Irland eher spärlich, in Frankreich jedoch sehr umfangreich ausgebaut.

Tipp: In welchen Ländern Gebühren für die Straßennutzung anfallen, erfahren Sie in unserem Artikel rund um Pkw-Maut & Vignette in Europa.

Dennoch sind die skandinavischen Länder, Belgien, die Niederlande, Deutschland und die Schweiz in puncto e-mobility besser aufgestellt als südliche und östliche Länder wie Polen, Spanien oder Griechenland.

Bezahlen an den Ladestationen in Europa

Das Bezahlsystem an den Ladesäulen ist in Europa ähnlich unterschiedlich wie die Dichte des Ladenetzes. Je nach Anbieter benötigen Sie gesonderte Ladekarten, für die Sie sich teilweise im Voraus registrieren müssen. Doch auch die Ladekabel und -stecker sind kaum standardisiert. Nehmen Sie also bei Möglichkeit mehrere Ladestecker mit, um Ihr Elektroauto an den verschiedenen Stationen laden zu können.

mit app an der ladestation für elektroautos
Bei manchen Anbietern können Sie den Ladevorgang sowie die Bezahlung via App abwickeln

Um die Fahrt durch Europa mit dem Elektroauto zu vereinfachen, schließen sich zunehmend mehr Stromanbieter zusammen und bieten sogenanntes e-Roaming an. Dies funktioniert im Prinzip auf die gleiche Weise wie bei Mobilfunkanbietern. Sie können also bei unterschiedlichen Anbietern ohne Extragebühren einheitlich laden und bezahlen.

Panne mit Elektroauto – Was gilt es zu beachten?

Die Ursachen einer Panne mit Elektroauto sind häufig dieselben wie beim Auto mit Verbrennungsmotor: Doch was passiert bzw. wie verhalten Sie sich eigentlich richtig, wenn der Strom ausgeht und das E-Auto liegenbleibt? Wenn beim Verbrenner der Sprit ausgeht, ist es ganz einfach: Sie rufen einen Pannendienst und dieser bringt einen Kanister mit Benzin vorbei. Für Elektroautos gibt es solch „mobile Ladedienste“ leider nicht. Stattdessen wird Ihr Stromer abgeschleppt und an die nächste Ladesäule geschlossen.

Übrigens: Das sind die 5 beliebtesten Elektro-Leasingfahrzeuge in Deutschland.

Alternativ können Sie auch die Service-Hotline des Herstellers anrufen. Die meisten Hersteller bieten zwar eine Mobilitätsgarantie an, diese schließt Notfälle wegen einer leeren Batterie jedoch nicht zwangsläufig ein. Dies ist z.B. bei Opel der Fall. Gute Chancen einer Kostenübernahme innerhalb der ersten ein bis drei Jahre haben Sie hingegen bei folgenden Herstellern:

BMWKIA
NissanRenault
AudiHyundai
smartVW
MercedesSeat

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Akku dem Ende neigt und Sie mit dem Elektrofahrzeug stehen bleiben, ist jedoch gering. Dafür müssten Sie über längere Zeit hinweg alle Warnsignale des Autos ignorieren.

Aus Sicherheitsgründen dürfen übrigens nur speziell ausgebildete Servicemitarbeiter an Elektroautos arbeiten. Für alle anderen gilt: Vermeiden Sie den Kontakt zu den Hochvoltkomponenten sowie allen orangefarbenen Leitungen. Angst vor Brandgefahr müssen Sie allerdings keine haben. Bei einem Unfall wird das Hochvoltsystem durch eine Crashsensorik sofort abgeschaltet.

Batterie schonen – Mehr Reichweite für Ihr E-Auto

Wie auch beim Smartphone nutzt sich die Akku-Kapazität des E-Autos mit der Zeit ab. Die durchschnittliche Lebensdauer der im Fahrzeug verbauten Batterie beträgt etwa acht bis zehn Jahre. Um möglichst lange vom vollen Umfang der Ladekapazität und der damit verbundenen Reichweite zu profitieren, ist eine schonende Nutzung empfehlenswert. Beispielsweise ist eine komplette Voll- und Entladung der Batterie auf Dauer schädlich für die Lithium-Ionen-Zellen. Achten Sie daher auf folgende Punkte:

  • Halten Sie den Ladezustand immer zwischen 20 und 80 Prozent.
  • Laden Sie den Akku nur bei langen Autofahrten vollständig auf und fahren Sie bestenfalls direkt los.
  • Vermeiden Sie häufige Schnellladungen und nutzen Sie stattdessen regelmäßige „Schnarchladungen“ (z.B. über Nacht).

Außerdem ist die Batterie temperaturempfindlich. Das heißt:

  • Parken Sie im Sommer schattig, am besten in einer Garage.
  • Laden Sie das Elektroauto im Winter unmittelbar nach der Fahrt, wenn der Akku noch warm ist.

Achten Sie auf eine vorsichtige Fahrweise ohne starke Beschleunigung oder Vollgas über einen längeren Zeitraum. Auch eine jährliche Wartung der Batterie ist sinnvoll, denn dort wird der Akku gereinigt und gepflegt.

10 Elektroautos mit hoher Reichweite

Die elektrische Reichweite trägt maßgeblich dazu bei, wie komfortabel die Reise mit Elektro-Pkw in den Urlaub wird. Die stetige Weiterentwicklung der E-Technik sorgt für zunehmende Langstreckenqualität der Fahrzeuge. Schon jetzt sind Etappen von über 500 Kilometern ohne Ladestopp möglich. Im Folgenden finden Sie unsere Top-10 Elektroautos mit höchster Reichweite und deren durchschnittlicher Verbrauch auf 100 Kilometer.

ElektromodellElektrische ReichweiteØ Verbrauch auf 100 km
Tesla Model S610 km18,1 kWh
Jaguar I-Pace480 km21,2 kWh
KIA e-Niro455 km15,3 kWh
Hyundai Kona Elektro449 km14,3 kWh
Audi e-tron446 km26,2 kWh
Mercedes EQC429 km19,7 kWh
Renault Zoe395 km16,9 kWh
Nissan Leaf385 km19,4 kWh
Peugeot e-208340 km16,9 kWh
Opel Corsa-e337 km17,0 kWh

Elektroauto Leasing – profitieren auch Sie vom Umweltbonus

Sie möchten sich selbst von den Langstreckenqualitäten eines Elektroautos überzeugen, den Trend der umweltbewussten Mobilität testen und bei Bedarf wieder auf einen klassischen Verbrenner umsteigen? Dann sollten Sie sich unbedingt für ein Elektroleasing entscheiden.

Dank des erhöhten Umweltbonus von bis zu 9.000 Euro, der auch beim Leasing Anwendung findet, profitieren Sie aktuell von sehr günstigen Raten für viele Elektro- und Hybridfahrzeuge. Finden Sie heraus, ob ein Elektroauto in Ihren Alltag passt und wechseln Sie am Ende der flexiblen Vertragslaufzeit problemlos wieder auf ein benzinbetriebenes Modell.

Tipp: Erfahren Sie hier, warum Sie ein Elektroauto leasen statt kaufen sollten.

Auf LeasingMarkt.de finden Sie hersteller- und modellübergreifend eine große Auswahl an beliebten Hybrid– und Elektroautos mit Innovationsprämie zu Top-Konditionen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und einen erholsamen Urlaub!

Marc

Marc hat PS im Blut, Autos sind seine große Leidenschaft. Das Wochenende verbringt er gerne mal am Nürburgring und auch sonst dreht sich in seiner Freizeit alles um des Deutschen liebstes Kind. Da Marc seit Jahren in Leasingfahrzeugen unterwegs ist, konnte er bereits viel Erfahrung sammeln und trägt bei LeasingMarkt.de nicht umsonst den Titel „Leasing-Experte“. Sein Wissen teilt er übrigens auch auf YouTube – schauen Sie mal vorbei.

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