Beim Restwertleasing wird bereits zu Vertragsbeginn festgelegt, welchen Wert das Leasingfahrzeug am Ende der Laufzeit voraussichtlich noch haben soll. Dieser kalkulierte Restwert beeinflusst die Höhe der monatlichen Leasingrate: Je höher der angenommene Restwert, desto niedriger kann die Leasingrate ausfallen.
Das finanzielle Risiko: Ist das Fahrzeug bei Vertragsende tatsächlich weniger wert als kalkuliert, kann der Leasingnehmer je nach Vertragsgestaltung für die Differenz aufkommen müssen.
Wie funktioniert Restwertleasing?
Beim Restwertleasing wird zu Beginn des Vertrags ein voraussichtlicher Fahrzeugwert für das Ende der Leasinglaufzeit kalkuliert.
Dieser Restwert hängt unter anderem von Faktoren wie Fahrzeugmodell, Vertragsdauer, erwarteter Laufleistung und prognostiziertem Wertverlust ab.
Grundsätzlich gilt:
Je höher der kalkulierte Restwert, desto niedriger kann die monatliche Leasingrate ausfallen.
Ein hoher Restwert kann ein Leasingangebot deshalb auf den ersten Blick besonders günstig erscheinen lassen. Entscheidend ist jedoch, ob dieser Wert am Ende der Laufzeit tatsächlich erreicht wird.
Liegt der tatsächliche Fahrzeugwert darunter, kann für den Leasingnehmer eine Nachzahlung entstehen.
Beispiel: So funktioniert Restwertleasing
Ein vereinfachtes Beispiel zeigt das Risiko:
Restwertleasing | Beispiel |
Kalkulierter Restwert bei Vertragsabschluss | 20.000 € |
Tatsächlicher Fahrzeugwert bei Vertragsende | 18.000 € |
Differenz | 2.000 € |
Wurde zu Vertragsbeginn ein Restwert von 20.000 Euro kalkuliert, das Fahrzeug ist am Ende tatsächlich aber nur noch 18.000 Euro wert, entsteht eine Differenz von 2.000 Euro.
Je nach Vertragsgestaltung kann diese Differenz für den Leasingnehmer relevant werden.
Genau darin liegt das wesentliche Risiko des Restwertleasings: Wie viel ein Auto in mehreren Jahren tatsächlich wert sein wird, lässt sich bei Vertragsabschluss nicht sicher vorhersagen.
Welche Risiken hat Restwertleasing?
Der tatsächliche Fahrzeugwert kann von der ursprünglichen Kalkulation abweichen.
Einfluss darauf haben beispielsweise die Entwicklung des Gebrauchtwagenmarktes, die Nachfrage nach dem jeweiligen Modell, technologische Entwicklungen sowie der Zustand des Fahrzeugs.
Wird der Restwert bei Vertragsabschluss sehr hoch angesetzt, kann dadurch zwar die monatliche Leasingrate sinken. Gleichzeitig steigt jedoch das Risiko, dass der tatsächliche Fahrzeugwert bei Vertragsende unter der ursprünglichen Kalkulation liegt.
Eine besonders niedrige Leasingrate sollte beim Restwertleasing deshalb nicht isoliert betrachtet werden.
Restwertleasing oder Kilometerleasing?
Beim Restwertleasing ist der kalkulierte Fahrzeugwert am Ende der Vertragslaufzeit ein zentraler Bestandteil der Abrechnung.
Beim Kilometerleasing wird dagegen vor Vertragsbeginn festgelegt, wie viele Kilometer Sie pro Jahr mit dem Fahrzeug fahren möchten. Wie sich der allgemeine Marktwert des Autos während der Vertragsdauer entwickelt, ist für Ihre Abrechnung grundsätzlich nicht entscheidend.
Kilometerleasing ist für Verbraucher deshalb in der Regel transparenter und besser planbar.
Auf LeasingMarkt.de finden Sie ausschließlich Angebote mit Kilometerleasing.
Sie möchten beide Leasingarten genauer gegenüberstellen? In unserem Ratgeber erklären wir die Unterschiede zwischen Kilometerleasing und Restwertleasing.
Fazit: Restwertleasing kann schwerer kalkulierbar sein
Beim Restwertleasing wird bereits zu Vertragsbeginn geschätzt, welchen Wert das Fahrzeug nach Ende der Leasinglaufzeit noch besitzen wird. Dieser kalkulierte Restwert beeinflusst die Höhe der monatlichen Leasingrate.
Das Risiko liegt darin, dass der tatsächliche Fahrzeugwert am Ende niedriger ausfallen kann als erwartet. Je nach Vertragsgestaltung kann daraus eine Nachzahlung entstehen.
Wer dieses Risiko vermeiden und seine Leasingkosten besser planen möchte, ist mit Kilometerleasing in der Regel besser beraten.


