Vereinfacht gesagt: Beim Leasing bezahlen Sie dafür, ein Auto zu nutzen – nicht dafür, es zu besitzen.
Damit unterscheidet sich Leasing sowohl vom Kauf als auch von einer Finanzierung. Beim Kauf erwerben Sie das Fahrzeug direkt, bei einer Finanzierung bezahlen Sie den Kaufpreis über monatliche Raten. Beim Leasing steht dagegen die zeitlich begrenzte Nutzung im Mittelpunkt.
Wie funktioniert Leasing? Ablauf in 5 Schritten
Das Grundprinzip von Leasing ist einfach: Sie wählen ein Fahrzeug, vereinbaren die Konditionen, nutzen es für eine bestimmte Zeit und geben es anschließend zurück.
1. Leasingauto und Angebot auswählen
Zunächst suchen Sie sich ein Fahrzeug und ein passendes Leasingangebot aus.
Dabei sollten Sie nicht ausschließlich auf die monatliche Rate achten. Relevant sind beispielsweise auch Laufzeit, Kilometerleistung, eine mögliche Sonderzahlung und zusätzliche Kosten.
Um die Konditionen verschiedener Angebote besser einordnen zu können, hilft Ihnen der Leasingfaktor.
2. Laufzeit und Kilometer festlegen
Beim Kilometerleasing vereinbaren Sie, wie lange Sie das Fahrzeug nutzen und wie viele Kilometer Sie pro Jahr fahren möchten.
Ein Vertrag könnte beispielsweise so aussehen:
Laufzeit: 36 Monate
Fahrleistung: 10.000 Kilometer pro Jahr
Über die gesamte Vertragsdauer könnten Sie damit 30.000 Kilometer fahren.
Die gewählte Kilometerleistung beeinflusst die Leasingrate. Je mehr Kilometer Sie fahren möchten, desto höher fällt die Rate in der Regel aus.
3. Leasingvertrag abschließen
Haben Sie sich für ein Angebot entschieden, wird der Leasingvertrag abgeschlossen.
Darin werden unter anderem Fahrzeug, Laufzeit, Kilometerleistung, monatliche Leasingrate sowie die Konditionen für Mehr- und Minderkilometer festgehalten.
Vor Vertragsabschluss prüft der Leasinggeber außerdem Ihre Bonität. Welche Anforderungen dabei eine Rolle spielen, erfahren Sie in unserem Ratgeber Voraussetzungen für Leasing.
4. Auto fahren und monatliche Leasingrate zahlen
Nach der Fahrzeugübergabe können Sie das Auto für die vereinbarte Vertragsdauer nutzen.
Dafür zahlen Sie monatlich die festgelegte Leasingrate. Eigentümer des Autos bleibt während der gesamten Laufzeit der Leasinggeber.
Sie sind als Leasingnehmer für einen vertragsgemäßen Umgang mit dem Fahrzeug verantwortlich. Auch laufende Kosten wie Versicherung, Steuer und Kraftstoff beziehungsweise Strom müssen berücksichtigt werden.
5. Leasingauto zurückgeben
Nach Ende der Laufzeit geben Sie das Fahrzeug zurück.
Bei der Rückgabe werden insbesondere der Kilometerstand und der Zustand des Autos geprüft.
Sind Sie mehr oder weniger Kilometer gefahren als vertraglich vereinbart, gelten die festgelegten Konditionen für Mehr- beziehungsweise Minderkilometer. Auch der Fahrzeugzustand wird bei der Rückgabe dokumentiert.
Danach endet der Leasingvertrag und Sie können sich beispielsweise für ein neues Leasingfahrzeug entscheiden.
Leasing funktioniert also vereinfacht so: Fahrzeug auswählen → Laufzeit und Kilometer vereinbaren → Vertrag abschließen → Auto fahren und Rate zahlen → Fahrzeug zurückgeben.
Beispiel: So funktioniert Leasing in der Praxis
Ein einfaches Beispiel macht das Prinzip greifbarer.
Angenommen, Sie entscheiden sich für folgende Konditionen:
Beispielkondition | Vereinbarung |
|---|---|
Monatliche Leasingrate | 199 € |
Laufzeit | 36 Monate |
Fahrleistung | 10.000 km/Jahr |
Sonderzahlung | 0 € |
Kilometer über 3 Jahre | 30.000 km |
Über die drei Jahre zahlen Sie insgesamt:
36 × 199 € = 7.164 € Leasingraten
Während dieser Zeit nutzen Sie das Fahrzeug im Rahmen der vereinbarten 30.000 Kilometer. Nach Ablauf der 36 Monate geben Sie das Auto zurück.
Das Fahrzeug gehört danach nicht Ihnen. Mit den Leasingraten haben Sie für seine Nutzung während der drei Jahre bezahlt.
Zur Leasingrate können weitere Kosten hinzukommen. Dazu zählen je nach Angebot beispielsweise Überführungskosten sowie die üblichen Fahrzeugkosten für Versicherung, Steuer oder Wartung.
Wem gehört das Auto beim Leasing?
Beim Leasing sind vor allem zwei Rollen wichtig:
Der Leasinggeber ist Eigentümer des Fahrzeugs und überlässt es für die vereinbarte Zeit zur Nutzung.
Der Leasingnehmer nutzt das Fahrzeug und zahlt dafür die vereinbarten Leasingraten.
Auch wenn Sie das Auto mehrere Jahre fahren, erwerben Sie durch die monatlichen Zahlungen grundsätzlich kein Eigentum daran.
Das unterscheidet Leasing beispielsweise von einer klassischen Finanzierung, bei der die monatlichen Zahlungen dem Erwerb des Fahrzeugs dienen.
Nach Ende des Leasingvertrags geben Sie das Fahrzeug grundsätzlich zurück. Ein automatisches Recht darauf, das Leasingauto anschließend zu kaufen, besteht nicht. Ob eine Übernahme möglich ist, hängt vom jeweiligen Vertrag und Leasinggeber ab.
Kilometerleasing oder Restwertleasing: Wo liegt der Unterschied?
Wer zum ersten Mal ein Auto least, sollte den Unterschied zwischen Kilometer- und Restwertleasing kennen. Denn die beiden Varianten unterscheiden sich vor allem darin, welches finanzielle Risiko der Leasingnehmer trägt.
Kilometerleasing: Die gefahrenen Kilometer zählen
Beim Kilometerleasing legen Sie zu Vertragsbeginn fest, wie viele Kilometer Sie pro Jahr fahren möchten.
Fahren Sie mehr als vereinbart, können bei Vertragsende Kosten für Mehrkilometer entstehen. Bei einer geringeren Fahrleistung können Minderkilometer entsprechend den Vertragsbedingungen erstattet werden.
Wie sich der allgemeine Gebrauchtwagenwert des Fahrzeugs während Ihrer Leasingzeit entwickelt, ist für die Abrechnung grundsätzlich nicht entscheidend.
Restwertleasing: Der Fahrzeugwert zählt
Beim Restwertleasing wird zu Vertragsbeginn kalkuliert, welchen Wert das Fahrzeug am Ende der Laufzeit voraussichtlich noch haben wird.
Liegt sein tatsächlicher Wert bei Vertragsende unter dem vereinbarten Restwert, kann für den Leasingnehmer eine Nachzahlung entstehen.
Das kann beispielsweise problematisch werden, wenn der Restwert zu Vertragsbeginn zu hoch angesetzt wurde oder sich die Gebrauchtwagenpreise schlechter entwickeln als erwartet.
Unsere Empfehlung: Kilometerleasing
Kilometerleasing ist für Verbraucher in der Regel transparenter und besser planbar. Die Abrechnung hängt nicht davon ab, wie sich der allgemeine Marktwert des Fahrzeugs während der Vertragsdauer entwickelt.
Auf LeasingMarkt.de finden Sie deshalb ausschließlich Angebote mit Kilometerleasing.
Wenn Sie die Unterschiede genauer verstehen möchten, finden Sie alle Details in unserem Ratgeber Kilometerleasing oder Restwertleasing.
Was kostet Leasing?
Die monatliche Leasingrate ist der offensichtlichste Kostenpunkt. Sie zeigt allerdings nicht immer, was das Leasing insgesamt kostet.
Neben der Rate können beispielsweise anfallen:
Sonderzahlung: Eine einmalige Zahlung zu Vertragsbeginn. Sie kann die monatliche Leasingrate reduzieren, ist aber nicht zwingend erforderlich. Es gibt auch Leasingangebote ohne Anzahlung.
Überführungskosten: Für Transport, Bereitstellung und Übergabe des Fahrzeugs können zusätzliche Kosten entstehen.
Laufende Fahrzeugkosten: Dazu gehören beispielsweise Versicherung, Kfz-Steuer, Kraftstoff beziehungsweise Strom sowie je nach Vertrag Wartung und Verschleiß.
Mehrkilometer: Überschreiten Sie die vereinbarte Fahrleistung, können am Ende zusätzliche Kosten entstehen.
Deshalb gilt: Vergleichen Sie Leasingangebote nicht ausschließlich anhand der monatlichen Rate.
Welche Kosten tatsächlich berücksichtigt werden sollten, erklären wir ausführlich in unserem Leasing-Kosten-Check.
Was passiert am Ende des Leasings?
Am Ende der vereinbarten Laufzeit geben Sie das Fahrzeug zurück.
Dabei werden vor allem zwei Dinge geprüft:
Kilometerstand: Liegt die tatsächliche Fahrleistung über oder unter der vereinbarten Kilometerleistung, werden Mehr- beziehungsweise Minderkilometer nach den Bedingungen des Vertrags abgerechnet.
Fahrzeugzustand: Normale Gebrauchsspuren sind von Schäden und übermäßiger Abnutzung zu unterscheiden.
Ein Schaden ist dabei nicht ausschließlich ein Leasingproblem. Auch bei einem gekauften oder finanzierten Fahrzeug können Kratzer, Dellen oder Unfallschäden den späteren Verkaufspreis reduzieren. Beim Leasing wird eine mögliche Wertminderung lediglich zu einem festgelegten Zeitpunkt – der Rückgabe – bewertet.
Was als normale Gebrauchsspur gilt und worauf Sie vor der Rückgabe achten sollten, erklären wir ausführlich in unseren Tipps zur Leasingrückgabe.
Welche Vorteile und Nachteile hat Leasing?
Leasing bietet vor allem dann Vorteile, wenn Sie ein Auto für einen überschaubaren Zeitraum nutzen möchten. Gleichzeitig bringt die vertraglich begrenzte Nutzung einige Einschränkungen mit sich.
Vorteile von Leasing | Nachteile von Leasing |
|---|---|
vergleichsweise geringer Kapitalbedarf | Fahrzeug gehört Ihnen nicht |
häufig niedrige monatliche Rate | Kilometer müssen vorab geplant werden |
regelmäßiger Fahrzeugwechsel möglich | Mehrkilometer können Kosten verursachen |
kein eigener Fahrzeugverkauf notwendig | vorzeitiger Ausstieg meist schwierig |
kein eigenes Marktwertrisiko beim Kilometerleasing | verbindliche Rückgabe am Vertragsende |
regelmäßig aktuelle Fahrzeuge fahren | Veränderungen am Fahrzeug eingeschränkt |
Eine ausführliche Einordnung finden Sie in unserem Ratgeber Vor- und Nachteile von Leasing.
Für wen eignet sich Leasing?
Ob Leasing sinnvoll ist, hängt weniger vom Fahrzeug als davon ab, wie Sie ein Auto nutzen möchten.
Sie wechseln gerne regelmäßig das Auto
Wenn Sie alle zwei, drei oder vier Jahre ein aktuelles Modell fahren möchten, passt Leasing gut zu diesem Nutzungsverhalten.
Nach Vertragsende geben Sie das bisherige Fahrzeug zurück und können sich für ein neues entscheiden. Einen Verkauf müssen Sie nicht organisieren.
Sie kennen Ihre jährliche Fahrleistung
Wer ungefähr weiß, wie viele Kilometer er pro Jahr fährt, kann einen Kilometerleasingvertrag entsprechend auswählen.
Schwankt Ihre Fahrleistung dagegen sehr stark, bietet ein eigenes Fahrzeug mehr Freiheit.
Sie möchten wenig Kapital im Fahrzeug binden
Beim Kauf eines Neuwagens werden schnell mehrere Zehntausend Euro fällig.
Beim Leasing verteilen sich die Kosten überwiegend auf monatliche Raten. Eine hohe Sonderzahlung ist dabei nicht zwingend erforderlich.
Eigentum am Auto ist für Sie nicht entscheidend
Leasing eignet sich vor allem für Menschen, denen die Nutzung wichtiger ist als der Besitz.
Wenn Sie ein Auto dagegen möglichst lange fahren, frei verändern und dauerhaft besitzen möchten, kann ein Kauf oder eine Finanzierung besser zu Ihnen passen.
Sie möchten Elektromobilität ausprobieren
Auch beim ersten Elektroauto kann Leasing interessant sein.
Sie können Elektromobilität für einen begrenzten Zeitraum im Alltag testen und anschließend neu entscheiden. Gleichzeitig müssen Sie sich weniger Gedanken darüber machen, wie sich der Gebrauchtwagenwert des E-Autos während Ihrer Leasingzeit entwickelt.
Leasing, Finanzierung oder Kauf: Was ist der Unterschied?
Die drei Varianten unterscheiden sich vor allem darin, ob Sie für die Nutzung oder den Erwerb eines Autos bezahlen.
Leasing | Finanzierung | Kauf | |
|---|---|---|---|
Grundprinzip | Fahrzeug zeitlich begrenzt nutzen | Fahrzeug in Raten erwerben | Fahrzeug direkt erwerben |
Eigentum | Leasinggeber | nach Tilgung beim Käufer | Käufer |
Monatliche Rate | ja | ja | nein bei Barkauf |
Kilometer | vereinbart | frei | frei |
Rückgabe | ja | nein | nein |
Fahrzeugverkauf | entfällt | selbst organisieren | selbst organisieren |
Langfristige Nutzung | eher ungeeignet | gut geeignet | gut geeignet |
Sie möchten genauer wissen, welche Variante zu Ihnen passt?
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Unser kostenloses Leasing-E-Book begleitet Sie von der Auswahl des passenden Angebots über Vertrag und Versicherung bis zur Fahrzeugrückgabe.
Häufige Fragen zu Leasing
Was bedeutet Leasing einfach erklärt?
Leasing bedeutet, dass Sie ein Auto für eine vereinbarte Zeit nutzen und dafür monatliche Raten bezahlen. Eigentümer bleibt der Leasinggeber. Nach Ende der Vertragslaufzeit geben Sie das Fahrzeug in der Regel zurück.
Wie funktioniert Leasing für Privatpersonen?
Sie wählen ein Fahrzeug aus, legen Laufzeit und jährliche Kilometerleistung fest und schließen einen Leasingvertrag ab. Anschließend nutzen Sie das Auto und zahlen monatlich die vereinbarte Rate. Nach Ende der Laufzeit geben Sie das Fahrzeug zurück.
Ist Leasing wie Mieten?
Leasing ähnelt einer langfristigen Miete, weil Sie ein Fahrzeug nutzen, ohne Eigentümer zu werden. Leasing und Miete sind jedoch nicht identisch. Beim Fahrzeugleasing werden unter anderem Laufzeit, Kilometerleistung und Rückgabebedingungen verbindlich im Vertrag geregelt.
Wem gehört das Auto beim Leasing?
Das Fahrzeug gehört dem Leasinggeber. Der Leasingnehmer erhält für die vereinbarte Laufzeit das Recht, das Auto entsprechend den Vertragsbedingungen zu nutzen.
Was zahlt man beim Leasing?
In erster Linie zahlen Sie die monatliche Leasingrate. Je nach Angebot können außerdem beispielsweise eine Sonderzahlung und Überführungskosten entstehen. Hinzu kommen die üblichen laufenden Fahrzeugkosten wie Versicherung, Steuer und Kraftstoff beziehungsweise Strom.
Muss man beim Leasing eine Anzahlung leisten?
Nein. Eine Leasing-Sonderzahlung ist nicht grundsätzlich erforderlich. Viele Fahrzeuge können ohne Anzahlung geleast werden. Einmalige Kosten wie die Überführung können trotzdem anfallen.
Was passiert, wenn ich mehr Kilometer fahre?
Überschreiten Sie die vereinbarte Fahrleistung, können bei der Rückgabe Kosten für Mehrkilometer entstehen. Wie viel pro zusätzlichem Kilometer berechnet wird, ist im Leasingvertrag festgelegt.
Was passiert nach Ende des Leasings?
Nach Ende der Laufzeit geben Sie das Fahrzeug zurück. Dabei werden insbesondere Kilometerstand und Fahrzeugzustand geprüft. Anschließend endet der Leasingvertrag.
Kann ich ein Leasingauto nach Vertragsende kaufen?
Ein automatisches Recht auf den Kauf des Leasingfahrzeugs besteht grundsätzlich nicht. Ob eine Übernahme möglich ist, hängt vom jeweiligen Vertrag und Leasinggeber ab.
Kann jeder ein Auto leasen?
Nein, ein Leasingvertrag setzt eine ausreichende Bonität voraus. Leasinggeber prüfen vor Vertragsabschluss, ob der Antragsteller die vereinbarten Zahlungen voraussichtlich zuverlässig leisten kann.
Fazit: Leasing einfach erklärt
Beim Leasing nutzen Sie ein Auto für einen vereinbarten Zeitraum und zahlen dafür monatliche Leasingraten. Eigentümer bleibt der Leasinggeber. Nach Ende des Vertrags geben Sie das Fahrzeug zurück.
Der Ablauf lässt sich auf fünf Schritte reduzieren:
Fahrzeug auswählen → Laufzeit und Kilometer festlegen → Leasingvertrag abschließen → Auto nutzen und Rate zahlen → Fahrzeug zurückgeben.
Leasing kann besonders gut zu Ihnen passen, wenn Sie regelmäßig ein aktuelles Fahrzeug fahren, wenig Kapital im Auto binden und sich nicht um dessen späteren Verkauf kümmern möchten.
Wenn Sie Ihr Fahrzeug dagegen möglichst lange behalten und Eigentümer werden möchten, sollten Sie auch Kauf oder Finanzierung vergleichen. Sie tendieren zu Leasing? Dann finden Sie passende Leasingangebote auf LeasingMarkt.de!



