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Ob Cabrio oder Familienvan: In 6 Schritten zum Wunsch-Leasingauto

Citybike, Ferienwohnung oder Auto – der reine Besitz von Dingen ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Früher war es noch gang und gäbe, Geld für spätere Zeiten aufzusparen. Im Hier und Jetzt heißt es: Das Leben genießen, sich auch mal etwas gönnen. Während Eigentum verpflichtet, bedeutet Leasing Flexibilität. Günstige Konditionen und der Wechsel zu Fahrzeugmodellen, die sich der jeweiligen Lebenssituation anpassen, machen es möglich. Was es bei der Suche nach dem richtigen Leasingfahrzeug alles zu beachten gilt, erfahren Sie in folgender Schritt-für-Schritt-Anleitung samt hilfreicher Ratgebervideos.

Zunächst einige Grundbedingungen

Es gibt einige Leasing-Voraussetzungen, die Sie vorab beachten sollten. Zum einen müssen Sie in Deutschland gemeldet sein. Des Weiteren werden Ihre Kreditwürdigkeit und etwaige Schufa-Einträge geprüft. Außerdem spielt Ihr Arbeitsvertrag eine entscheidende Rolle. Wichtig ist, dass Sie die monatlichen Raten über die gesamte Laufzeit des Leasings abdecken können. Dafür wird in der Regel ein unbefristeter Arbeitsvertrag vorausgesetzt. Ausnahme bilden befristete Arbeitsverträge, die über das Ende des Leasingzeitraums hinausgehen. Für Startups gilt die Regelung, dass das Unternehmen seit mindestens einem halben Jahr bestehen muss.  Wenn jedoch genügend Kapital vorhanden ist und eine Anzahlung gezahlt oder ein Bürge gefunden wird, kann in Ausnahmefällen auch dann ein Auto geleast werden.

Schritt 1: Modell – jede Lebenssituation verlangt ein individuelles Auto

Ein stetiger Lebenswandel bringt andauernd neue Herausforderungen. Da ist es essenziell, auch das Fortbewegungsmittel an die jeweilige Lebenssituation anpassen zu können. Sei es das Studium, der erste Job, eine Beförderung oder anstehender Nachwuchs – jeder Lebensabschnitt verlangt ein anderes Auto. Fahren Sie heute noch ein Cabrio, brauchen Sie in wenigen Jahren vielleicht schon einen 7-Sitzer. Aus diesen und vielen weiteren Gründen ist es optimal, dass beim Leasen von Autos für jede neue Laufzeit ein anderes Fahrzeugmodell gewählt werden kann.

Tipp: Worauf Sie bei der Wahl Ihres neuen Autos achten sollten, erfahren Sie in unserem Artikel Welches Auto passt zu mir?

Die spezifische Ausstattung für die persönlichen Anforderungen wird hierbei individuell gewählt. Mit der Bandbreite an Auswahlmöglichkeiten und unter Berücksichtigung des jeweils eingeplanten monatlichen Budgets sind den einzelnen Wünschen somit praktisch keine Grenzen mehr gesetzt.

Schritt 2: Vertragsdauer – je länger, desto günstiger

Mit der gewünschten Flexibilität geht die Festlegung der jeweiligen Dauer des Leasingvertrages einher. Über die gängigen Laufzeiten von 12, 36 oder 48 Monaten hinaus gibt es auch längerfristige Vereinbarungen von bis zu 60 Monaten. Da die Langfristigkeit der Absprache Auswirkungen auf die monatliche Rate hat, empfiehlt es sich abzuschätzen, wie spontan sich die Anforderungen an das Kraftfahrzeug ändern könnten. Zwar hat eine lange Laufzeit einen positiven Effekt auf die Rate, jedoch steigt damit auch die Wahrscheinlichkeit von Abnutzungen und Mängeln am Auto, sodass das Risiko kostspieliger Reparaturen steigt.

Schritt 3: Leasingart – Kilometer- und Restwertleasing

Zwei verschiedene Leasingarten stehen bei Abschluss eines Leasingvertrags zur Auswahl: das Kilometer- und das Restwertleasing.

Beim Kilometerleasing wird zu Beginn eine jährliche Kilometeranzahl festgelegt, die während der Vertragsdauer voraussichtlich zurückgelegt wird. Diese kann zum Beispiel zwischen 10.000 und 40.000 Kilometern liegen. Je nach tatsächlich gefahrener Strecke am Ende der Laufzeit erfolgt bei geringerer Anzahl eine Rückzahlung, während bei Überschreiten der Kilometergrenze eine Nachzahlung fällig ist. Dabei steht Ihnen ein gewisser Spielraum zu, sodass Sie in der Regel bis zu 2.500 Kilometer im Jahr zusätzlich – also ohne Extra-Gebühren – fahren dürfen. Das gilt übrigens auch umgekehrt: Fahren Sie 2.500 Kilometer weniger als zunächst angenommen, erhalten Sie auch keine Rückzahlung.

Die andere Option, das sogenannte Restwertleasing, berechnet den voraussichtlichen Restwert des Fahrzeugs zum Ende des Leasingvertrags. Je höher dieser Wert ist, desto niedriger wird die Leasingrate. Bei einer eventuellen Differenz durch bspw. Unfälle oder Kratzer müssen Sie als Leasingnehmer nachzahlen. Da die Bestimmung des Restwerts intransparent und eher Verhandlungssache ist, wird diese Leasingart nicht empfohlen. Die gängige und ratsame Methode ist somit das Kilometerleasing.

Schritt 4: Angebotsvergleich – der Leasingfaktor

Haben Sie Ihre Wünsche und Rahmenbedingungen festgelegt, erfolgt der Angebotsvergleich. Die Recherche verschiedener Anbieter ist jedoch oft langwierig und komplex. Abhilfe schafft der Leasingfaktor. Dieser berechnet sich aus der Rate und dem Bruttolistenpreis. Die Formel lautet wie folgt:

Je niedriger der Faktor, desto attraktiver das Angebot. Bei Ergebnissen unter 0,8 handelt es sich um ein gutes Leasingangebot, liegt der Wert unter 0,6 haben Sie einen Top-Deal erwischt.

Schritt 5: Nebenkosten-Kalkulation – Kleingedrucktes nicht vergessen

Neben der Leasingrate kommen noch weitere Kosten auf Sie zu. Darum ist es wichtig, das Kleingedruckte zu lesen und sich nicht von vermeintlichen Schnäppchen verführen zu lassen. Grundsätzlich werden die Gebühren für Zulassung, Versicherungen und Kfz-Steuer vom Leasingnehmer selbst getragen. Auch die Überführungskosten des Fahrzeugs vom Herstellerwerk zum Händler muss der Kunde tragen. Der Abschluss eines Servicepakets für Wartung und Verschleiß ist freiwillig und würde ggf. weitere Kosten verursachen.

Tipp: Denken Sie auch an die GAP-Versicherung, um bei einem Totalschaden bzw. Diebstahl des Leasingautos geschützt zu sein.

Schritt 6: Check – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Bevor Sie den Vertrag endgültig unterschreiben, kontrollieren Sie unbedingt noch einmal alle Daten und Angaben. Stimmen Modell, Dauer, Leasingart und die festgesetzten Kilometer überein? Sind alle Nebenkosten korrekt aufgeführt? Wird Ihre individuelle Ausstattung berücksichtigt? Gehen Sie vor Vertragsabschluss sicher, dass alles der Richtigkeit entspricht, dann steht Ihrem Leasingauto nichts mehr im Wege.

Zu guter Letzt: Die Rückgabe des Leasingautos

Wenn es an die Rückgabe des Leasingautos geht, wird abschließend noch einmal der Zustand des Fahrzeugs kontrolliert. Bei Mängeln in Form von Kratzern oder Abnutzungen, die über das festgelegte Maß der zu Leasingbeginn ausgehändigten Zustandsbroschüre hinausgehen, wird eine Nachzahlung in Höhe der Wertminderung fällig.

In Bezug auf das Kilometerleasing erfolgt zudem entweder eine Rückzahlung, wenn die festgelegte Fahrleistung unterschritten wurde, oder es muss noch einmal das Portemonnaie gezückt werden, falls die Kilometeranzahl deutlich darüber liegt. Manchmal wird die Möglichkeit geboten, das Fahrzeug zu erwerben. In diesem Fall werden die bereits gezahlten Leasingraten jedoch nicht vom aktuellen Marktpreis abgezogen. Allgemein sollte das Auto sauber und gepflegt abgegeben werden, damit auch der nächste Nutzer Freude daran findet und sich auf eine neue Reise begeben kann. 

Marc

Marc hat PS im Blut, Autos sind seine große Leidenschaft. Das Wochenende verbringt er gerne mal am Nürburgring und auch sonst dreht sich in seiner Freizeit alles um des Deutschen liebstes Kind. Da Marc seit Jahren in Leasingfahrzeugen unterwegs ist, konnte er bereits viel Erfahrung sammeln und trägt bei LeasingMarkt.de nicht umsonst den Titel „Leasing-Experte“. Sein Wissen teilt er übrigens auch auf YouTube – schauen Sie mal vorbei.

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