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EV, PHEV & Co.: E-Auto Antriebsarten und Unterschiede – alle Infos!

Die Welt der Stromer ist voll von Abkürzungen. Manche sind einfach zu entziffern, bei anderen ist es schon eindeutig schwieriger. Der Begriff Elektrofahrzeug ist weit verbreitet und umfasst unterm Strich alle alternativen Antriebsarten und Technologien, die Strom für den Antrieb verwenden. E-Autos werden jedoch in verschiedene elektrifizierte Fahrzeugtypen unterteilt. Ob EV, PHEV oder HEV – wir geben Ihnen einen Überblick über die entsprechenden Antriebsstränge.

EV und BEV – Batterie-Elektrofahrzeug (Battery Electric Vehicle)

Wird von einem EV oder BEV gesprochen, so ist ein batteriebetriebenes Fahrzeug gemeint. Batterie-Elektroautos verwenden ausschließlich einen Elektromotor und beziehen somit ihren Strom aus E-Ladestationen. Gespeichert wird der Strom in der im Fahrzeug vorhandenen Batterie. Ein zusätzlicher Verbrennungsmotor steht demnach nicht zur Verfügung. Das bedeutet wiederum, dass auch keine fossilen Brennstoffe benötigt werden, wodurch das E-Auto lokal zu 100 Prozent emissionsfrei fährt.

  • Der E-Antrieb ist abhängig von der Akku-Aufladung
  • Kein CO₂-Ausstoß
  • Kein klassischer Kraftstoff nötig

Übrigens: Wiederaufladbare Batterien sind Akkus.

ev batterie elektrofahrzeug
Ein Elektroauto können Sie zuhause, aber auch unterwegs an öffentlichen Ladestationen aufladen

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HEV – Hybrid-Elektrokraftfahrzeug (Hybrid Electric Vehicle)

Bei einem HEV handelt es sich um ein Hybridauto, bei dem ein Elektromotor mit einem Verbrennungsmotor gekoppelt ist, die entweder getrennt oder zusammen arbeiten. Hybridfahrzeuge nutzen beim Selbstladen die sogenannte Energierückgewinnung – auch als Rekuperation bekannt. Dabei wird die überschüssige Energie, die normalerweise verloren geht, zum Laden der Batterie verwendet. Dies erfolgt beispielsweise beim Bremsen.

  • Effiziente Nutzung durch beide Motorsysteme
  • Elektromotor entlastet den Verbrenner – insbesondere beim Anfahren
  • Geringer Kraftstoffverbrauch

FCEV – Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug (Fuel Cell Electric Vehicle)

Ein Brennstoffzellenauto wird einzig und allein von einem Elektromotor angetrieben. Im Unterschied zum vollelektrischen Fahrzeug wird jedoch die Energie mit Wasserstoff-Brennstoffzellen erzeugt. Diese erzeugen Strom, indem sie Wasserstoff mit Sauerstoff kombinieren. Die Energie wird in der Brennstoffzelle in Strom umgewandelt, die dann den Elektromotor antreibt. Ein FCEV fährt genauso wie ein EV und BEV lokal zu 100 Prozent emissionsfrei. Es gilt zudem als die umweltverträglichste alternative Antriebsart, da ein Brennstoffzellen-Elektroauto lediglich Wasser als Abfallprodukt produziert. Derzeit gibt es jedoch nur wenige und ziemlich kostspielige Wasserstoffautos auf dem Markt.

  • Hohe Reichweite
  • Kurze Tankzeit
  • In Deutschland gibt es aktuell nur rund 100 Wasserstofftankstellen

E-REV – Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite (Extended Range Electric Vehicle)

Batteriebetriebene Autos mit zusätzlichem Verbrennungsmotor und Generator werden als Range Extender bezeichnet. Diese verfügen über einen seriellen Hybridantrieb, was bedeutet, dass der Verbrennungsmotor nur dann anspringt, wenn zusätzlicher Strom für die Batterie benötigt wird. Dieser treibt das Fahrzeug aber nicht direkt an, sondern sorgt dafür, dass die zweite an Bord befindliche und als Generator arbeitende E-Maschine angetrieben wird. Der erzeugte Strom fließt dann zur Hochvoltbatterie, wodurch die Reichweite des E-Autos verlängert werden kann. 

  • Reiner Elektroantrieb von bis zu 200 Kilometern möglich
  • E-REV’s werden in der Regel wie BEV’s extern geladen

Gut zu wissen: Mit einem E-Auto-Abo können Sie aktuelle Elektrofahrzeuge zu einem monatlichen Fixpreis mieten und so problemlos testen.

Hybrid-Elektroauto: Einteilung von Hybridantriebssträngen

Hybrid ist nicht gleich Hybrid. Bei dieser alternativen Antriebsart handelt es sich nämlich im Wesentlichen um Benzin- und Dieselmotoren mit einem zusätzlichen E-Motor, die in vielen unterschiedlichen Motorenanordnungen vorhanden sind. Wir verraten Ihnen im Folgenden, welche es gibt und wie diese funktionieren.

motor eines hybridautos
In Hybridfahrzeugen ist ein Verbrennungsmotor und ein Elektromotor verbaut

Seriell-Hybrid

Der Verbrenner dient bei einem seriellen Antriebsstrang als Generator für den Elektromotor. Dieser treibt die Räder beim Hybridantrieb an. Der konventionelle Motor stellt in Kombination mit dem Generator die elektrische Energie für den Elektromotor bereit. Während der Fahrt wird nur einer der beiden Motoren genutzt – entweder der Verbrennungs- oder der Elektromotor.

Parallel-Hybrid

Bei einem parallelen Hybridmotor kann der Verbrenner und der Elektromotor einzeln oder gemeinsam arbeiten. Arbeiten beide Antriebsarten zusammen, erzielen sie so eine besonders hohe Leistung. Der Verbrennungs- und E-Motor haben beim Parallel-Hybrid eine mechanische Verbindung zu den Rädern. Dadurch erhöht sich nicht nur die Leistung, sondern auch die Geschwindigkeit. Der Elektromotor dient bei Parallel-Hybridmodellen vorrangig zur Unterstützung, um Kraftstoff einzusparen.

Misch-Hybrid

Als Misch-Hybrid – auch leistungsverzweigter Hybrid genannt – wird die Kombination aus einem seriellen und parallelen Hybridantrieb bezeichnet. Diese Hybridart setzt sozusagen gleichzeitig auf einen mechanischen und elektrischen Antrieb. Der Misch-Hybrid kann je nach Situation den Verbrenner lediglich als Generator und Energiespeicher oder als Antrieb nutzen – ganz gleich, ob zusammen oder getrennt vom Elektromotor. Läuft beispielsweise der Verbrenner, wird ein Teil der Energie an die Räder übertragen. Die überschüssige Energie wird im Akku gespeichert, der den Elektromotor betreibt. 

Hybrid-Elektroauto: Einteilung nach Hybridisierungsgrad

Hybridfahrzeuge werden ebenso nach dem Funktionsumfang der Hybridisierung eingeteilt. Dabei wird zwischen den folgenden Hybridvarianten unterschieden:

Mikro-Hybrid – μHEV (Micro Hybrid Electric Vehicle)

Bei einem Mikro-Hybrid-Auto ist der Antriebsmotor der Verbrenner. Der Elektromotor unterstützt bei dieser Antriebsvariante lediglich die Sprit-Sparfunktion. Ein zusätzlicher E-Motor für den Antrieb gibt es also nicht. Die elektrische Energie wird beim Mikro-Hybrid durch eine Starterbatterie bereitgestellt und durch die Rekuperation rückgewonnen. Dies geschieht über die Start-Stopp-Automatik, die Kraftstoff einspart und darüber hinaus Energie beim Ausrollen und Bremsen gewinnt. Der Startergenerator dient hierbei im Wesentlichen dazu, den Verbrenner zu starten. Ein Mikro-Hybrid verfügt nur über ein 12-Volt-Bordsystem, wodurch ein rein elektrischer Antrieb bei einem Mikro-Hybridfahrzeug nicht möglich ist.

Mild-Hybrid – mHEV (Mild Hybrid Electric Vehicle)

Ein Mild-Hybrid-Auto wird permanent von einem Verbrennungsmotor angetrieben, der beim Beschleunigen und Anfahren von einem zusätzlichen Elektromotor, der eine Leistung zwischen 6 und 20 kW bereitstellt, unterstützt wird. Dies wird als sogenannte Boost-Funktion bezeichnet. Dabei kommt zusätzlich zur 12-Volt-Batterie eine 48-Volt-Batterie zum Einsatz, in denen die vom Verbrenner erzeugte Energie durch Bremskraftrückgewinnung oder aus einem Start-Stopp-System gespeichert wird. Im Vergleich zu konventionellen Motoren vermindert sich dadurch der Kraftstoffverbrauch um etwa 15 Prozent. Gleichzeitig sinkt auch der Schadstoffausstoß. Der Mild-Hybrid gehört ebenso wie der Mikro-Hybrid zu den selbstladenden Fahrzeugen – das heißt, es wird kein Stromnetz benötigt

Voll-Hybrid – FHEV (Full Hybrid Electric Vehicle)

Anders als Mikro- und Mild-Hybride können Voll-Hybride kurze Strecken bei niedrigen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h rein elektrisch zurücklegen – beispielsweise im Stadtverkehr. Die Reichweite ist hierbei abhängig vom eigenen Fahrstil und dem jeweiligen Fahrzeugmodell. Der Elektromotor unterstützt außerdem den Verbrennungsmotor in drehmomentschwachen Leistungsbereichen. FHEV werden von einem Elektromotor angetrieben, der seine Energie aus der Batterie oder dem Verbrennungsmotor bezieht. Genau wie Mikro- und Mild-Hybride laden auch Voll-Hybride ihre Batterie selbst auf.

Tipp: Erfahren Sie in unserem Artikel “E-Auto-Stromtarife”, wie Sie zuhause günstig Strom tanken können, welche E-Auto-Ladestrom-Anbieter derzeit besonders beliebt sind und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Plug-in-Hybrid – PHEV (Plug-in-Hybrid Electric Vehicle)

Ein Plug-in-Hybrid vereint wie beim HEV zwei verschiedene Antriebsarten – das Fahren mit einem konventionellen Verbrennungsmotor und einem modernen Elektromotor. Beim PHEV kann jedoch die Batterie zum Antrieb des E-Motors über das normale Stromnetz und an öffentlichen E-Ladestationen aufgeladen werden. Anders als bei klassischen Hybridautos besitzen Plug-in-Hybride zudem eine größere Hochvoltbatterie, wodurch Geschwindigkeiten bis etwa 100 km/h und eine Reichweite von bis zu 60 Kilometern im rein elektrischen Antrieb realisierbar sind. Ist die Batterie leer, können Sie mit dem Verbrennungsmotor weiterfahren. 

e auto laden
Die Batterie, die den E-Motor im Plug-in-Hybrid mit Strom versorgt, können Sie über das normale Stromnetz oder an E-Ladestationen aufladen

Plug-in-Hybride mit hoher elektrischer Reichweite: Die Top-5-Modelle im Check!

E-Auto- und Hybridantriebsarten im Überblick

AntriebsartAbkürzungKraftstoffEnergie-
speicher
AntriebExterne
Strom-
versorgung
Batterie-
Elektrofahrzeug
EV/BEVStromBatterieE-MotorJa
Brennstoffzellen-
Elektrofahrzeug
FCEVWasserstoffBatterieE-MotorJa
Batterie-
Elektrofahrzeug
mit Range Extender
E-REVBenzin
Strom
Kraftstofftank
Batterie
E-MotorJa
Mikro-HybridμHEVBenzinKraftstofftank
Batterie
Verbrenner
E-Motor
Nein
Mild-HybridmHEVBenzinKraftstofftank
Batterie
Verbrenner
E-Motor
Nein
Voll-HybridFHEVBenzinKraftstofftank
Batterie
Verbrenner
E-Motor
Nein
Plug-in-HybridPHEVBenzin
Strom
Kraftstofftank
Batterie
Verbrenner
E-Motor
Ja
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Laura

Laura weiß, wo es langgeht. Autos verbindet sie vor allem mit Freiheit und langen Roadtrips. Wann die Spritpreise am günstigsten sind, wo der Linksverkehr gilt und warum die Deutschen eindeutig die besten Autofahrer sind, hat Laura auf ihren Reisen nur zu gut kennengelernt. Dank diverser Leasingfahrzeuge, etlichen Mietautos und ihrem treuen Gebrauchtwagen weiß sie die Vorzüge so einiger Modelle zu schätzen. Im LeasingMarkt.de Magazin vereint sie ihre Leidenschaft für das Schreiben und Autofahren.

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