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Elektroauto beim TÜV: Wie unterscheidet sich die HU für E-Autos?

Der E-Auto-Boom geht weiter – mittlerweile ist fast jedes zweite angefragte Fahrzeug auf LeasingMarkt.de ein Stromer. Nicht zuletzt liegt dies an den aktuellen Spritpreisen, die so manche Autofahrer ins Grübeln bringen. Wer sich jedoch für ein Elektroauto interessiert, sollte sich neben den Stromkosten, der Reichweite und der Ladeinfrastruktur auch über die Unterhaltskosten informieren. Dazu gehört beispielsweise der TÜV. Wir klären in diesem Artikel die wichtigsten Fragen zur Hauptuntersuchung eines E-Fahrzeugs und den damit verbundenen Kosten.

Wie oft muss ein Elektroauto zum TÜV?

Alle zugelassenen Verbrenner, die für den Betrieb auf den deutschen Straßen zugelassen sind, müssen regelmäßig zum TÜV. Neuwagen müssen sich zum ersten Mal nach drei Jahren, danach alle zwei Jahre einer sogenannten Hauptuntersuchung unterziehen. Dasselbe gilt auch für Elektrofahrzeuge. Die TÜV-Fristen unterscheiden sich bei der gesetzlich vorgeschriebenen HU (Hauptuntersuchung) eines E-Autos somit nicht zu denen von herkömmlichen Pkw mit Verbrennungsmotor.

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Wie auch bei Verbrennern sind für E-Autos regelmäßige Wartungs- und Inspektionsintervalle notwendig

Was wird bei der E-Auto-Hauptuntersuchung überprüft?

Im Vergleich zur TÜV-Prüfung eines Verbrenners gibt es bei der HU eines E-Autos keine fundamentalen Unterschiede. Die Begutachtung und Prüfung von sicherheitsrelevanten Baugruppen stehen bei beiden Antriebsarten im Fokus. Der Wartungsaufwand ist bei Stromern jedoch geringer. Während bei Verbrennern die Untersuchung des Motormanagement- und Abgasreinigungssystems – kurz UMA oder Abgasuntersuchung – ansteht, wird bei rein elektrischen Stromern das Hochvoltsystem umfangreich inspiziert. Grund dafür ist, dass ein E-Fahrzeug nicht über eine Auspuffanlage verfügt und lokal CO₂-emissionsfrei unterwegs ist. Bei Hybriden ist die AU (Abgasprüfung) allerdings Pflicht. Zudem kontrollieren die Prüfer den Zustand der Isolierungen, Leitungen, Anschlüsse und Stecker. Auch das Einstecken und Abziehen des Steckers vom Ladeanschluss wird überprüft. 

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Das Batteriesystem und der Ladeanschluss werden bei der E-Auto-Inspektion ausgiebig gesichtet und geprüft

Grundsätzlich gilt, dass alle Bauteile, die einen Kurzschluss verursachen können, bei Pkw mit batterieelektrischem Antrieb gesondert auf Beschädigungen überprüft werden. Im Folgenden erfahren Sie, was im Wesentlichen bei der Hauptuntersuchung eines E-Autos kontrolliert wird:

  • Beleuchtungseinrichtungen
  • Autoreifen und Räder
  • Fahrgestell und Karosserie
  • Lenkanlage
  • Hochvoltkomponenten 
  • Batteriesystem – Lithium-Ionen-Akku
  • Rekuperative Bremsanlage
  • Ladeanschluss und -kabel
  • Wegfahrsperre

Wichtig: Werden bei der Hauptuntersuchung Ihres Elektroautos Mängel festgestellt, ist das Auto vorerst durchgefallen. Sie haben dann vier Wochen Zeit, um die Schäden beheben zu lassen, bevor die Nachuntersuchung ansteht. Wurden die Mängel beseitigt, erhalten Sie bei nachträglicher Prüfung die TÜV-Plakette. Diese gilt dann zunächst für die nächsten 24 Monate.

Gibt es bestimmte Auffälligkeiten beim Elektroauto?

Bei der Hauptuntersuchung eines E-Autos stehen stets sicherheitsrelevante Aspekte im Vordergrund. Elektrofahrzeuge sind jedoch in Bezug auf die Mechanik nicht so komplex und weniger wartungsintensiv als herkömmliche Verbrennungsmotoren. Auch einige Bauteile weisen daher weniger Verschleiß auf. Jedoch gibt es ebenso bei Elektroautos mechanische Bauteile, die Mängel aufweisen können, wenn diese in die Jahre gekommen sind. 

Besonders der Lithium-Ionen-Akku wird bei der HU eines Stromers intensiv untersucht, da sich im Laufe der Zeit Abnutzungserscheinungen beim Akku zeigen können, die die Reichweite beeinflussen. Bei modernen E-Auto-Akkus liegt jedoch die Akku-Kapazität nach acht bis zehn Jahren noch immer bei rund 70 Prozent. Auch mehr als 1.000 Ladezyklen sind heutzutage mit dem Akku möglich – ganz gleich, welche Strommenge geladen wird.

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Die Reifen, Räder und Bremsen gelten als mechanische Bauteile und werden bei der HU umfangreich überprüft

Gut zu wissen: Nur mit einer grünen Plakette dürfen Sie mit Ihrem E-Auto in eine städtische Umweltzone fahren – auch wenn der Stromer lokal emissionsfrei unterwegs ist. Diese Plakette erhalten Sie für etwa 5 bis 10 Euro bei Ihrer zuständigen Zulassungsstelle.

Das sind die Kosten für den TÜV mit einem Elektroauto

Da die HU bei Elektrofahrzeugen weniger aufwendiger ist als die Inspektion von Autos mit einem Verbrennungsmotor, ist der TÜV eines E-Autos in der Regel günstiger. Mit rund 40 Euro weniger können Sie bei der Hauptuntersuchung des E-Autos kalkulieren, da die Abgasuntersuchung und die damit verbundenen Kosten entfallen. In der Regel belaufen sich die Gesamtkosten auf insgesamt 60 bis 80 Euro. 

Tipp: Vergleichen Sie vorab die Konditionen der verschiedenen Prüforganisationen, um den besten Preis ausfindig zu machen. Grundsätzlich gibt es jedoch nicht allzu große Differenzen bezüglich der Inspektionskosten.

Wann genau muss die HU am E-Auto durchgeführt werden?

Wann die nächste Hauptuntersuchung Ihres E-Fahrzeugs ansteht, können Sie der Zulassungsbescheinigung Teil I entnehmen. Auch auf der Plakette, die sich am hinteren Kennzeichen befindet, können Sie ablesen, wann die HU fällig ist. 

Wichtig: Sie haben die Frist für die Hauptuntersuchung Ihres E-Autos versäumt? Das sind die Strafen und Kosten.

Elektroautos mit geringen Inspektionskosten leasen Sie günstig auf LeasingMarkt.de

Wer ein E-Auto besitzt oder sich eines zulegen möchte, muss sich bei der Hauptuntersuchung nicht groß umstellen. Wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren läuft die Inspektion bei einem Stromer – bis auf ein paar Besonderheiten – nahezu identisch ab. Bei der Hauptuntersuchung eines Stromers fallen die Kosten jedoch geringer aus. Auf LeasingMarkt.de finden Sie übrigens marken- und modellübergreifende Leasingangebote für E-Autos zu Top-Konditionen. Überzeugen Sie sich selbst und vergleichen Sie jetzt viele günstige Angebote von Hunderten Händlern deutschlandweit!

Laura

Laura weiß, wo es langgeht. Autos verbindet sie vor allem mit Freiheit und langen Roadtrips. Wann die Spritpreise am günstigsten sind, wo der Linksverkehr gilt und warum die Deutschen eindeutig die besten Autofahrer sind, hat Laura auf ihren Reisen nur zu gut kennengelernt. Dank diverser Leasingfahrzeuge, etlichen Mietautos und ihrem treuen Gebrauchtwagen weiß sie die Vorzüge so einiger Modelle zu schätzen. Im LeasingMarkt.de Magazin vereint sie ihre Leidenschaft für das Schreiben und Autofahren.

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