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KFZ-Versicherung

Der deutsche Gesetzgeber schreibt jedem Fahrzeughalter vor, eine Kfz-Versicherung zu haben. Dieser Versicherungsschutz in Form der Kfz-Haftpflichtversicherung ist notwendig, damit ein Fahrzeug auf öffentlichen Straßen fahren darf. Die Versicherungen umfassen Schäden, die der Versicherte anderen Personen im Straßenverkehr zufügt. Ebenso wie Personen,- Sach- und Vermögensschäden Dritter, die der Versicherte im Straßenverkehr verursacht.

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Mindestanforderungen an die KFZ-Versicherung:

7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,12 Millionen Euro für entstandene Sachschäden – der Gesetzgeber hat hohe Mindestdeckungssummen im Zusammenhang zur Kfz-Haftpflichtversicherung festgelegt. Vermögensschäden der Unfallopfer werden mit bis zu 50.000 Euro finanziell ausgeglichen. Zusätzlich besteht die Option eine Kaskoversicherung abzuschließen. Diese kommt dann für Schäden am eigenen Fahrzeug auf.

Es gibt drei verschiedene Kfz-Versicherung, die ein Autobesitzer abschließen kann.

Kfz-Haftpflichtversicherung (Pflichtversicherung)

greift, wenn Dritte nach einem Unfall berechtigte Schadensersatzansprüche gegenüber dem Versicherungsnehmer erheben.
Sie zahlt für: Personenschäden, Sachschäden, Vermögensschäden.

Teilkasko-Versicherung (optional)

deckt Schäden am eigenen Auto ab.
Sie zahlt für: Brandschäden, Elementarschäden, Diebstahl, Kurzschluss, etc.

Vollkasko-Versicherung (optional)

enthält meist die Teilkasko-Leistungen und hat Zusätze
Sie zahlt für: Vandalismus, Schäden durch Eigenverschulden, Ausfall einer gegnerischen Haftpflichtversicherung

Wann ist eine Kaskoversicherung sinnvoll?

Gerade bei neuen oder sehr jungen Autos ist der Zusatz einer Kaskoversicherung sinnvoll. Es ist empfehlenswert verschiedene Versicherungen zu vergleichen, damit Sie den bestmöglichen Schutz für Ihr Auto finden können.

Ein weiterer Zusatz ist die Mallorca-Police. Dieser Zusatzversicherung greift, wenn Sie sich im Ausland einen Mietwagen nehmen. Sie garantiert die Mindestdecksumme nach deutschem Niveau. Auch hier sollten Sie abwägen, welche Versicherung genau Ihren Bedürfnissen entspricht. Ebenso nützlich ist der Kfz-Schutzbrief. Sollten Sie jedoch in einem Automobilclub Mitglied sein, können Sie auf einen solchen verzichten. Eine solche Mitgliedschaft beinhaltet in den meisten Fällen die gleichen Leistungen.
Um diesen Weg einfach zu gestalten gibt es den Vergleichsrechner, der die verschiedenen Tarife für Sie sammelt und aufführt.

Außerordentliche Kündigung auch unterjährig möglich

Außerordentlich kündigen können sowohl der Versicherte als auch der Versicherer, wenn ein Schadensfall eingetreten ist. Durch das Recht der außerordentlichen Kündigung, kann der Versicherungsnehmer ungeachtet der einmonatigen Kündigungsfrist vor Ende des Versicherungsjahres den Vertrag beenden. Für einen solchen unterjährigen Wechsel kann es folgende Gründe geben:

  • Der erste Kündigungsgrund besteht, wenn die Autoversicherung z.B. eine Prämienerhöhung für das kommende Versicherungsjahr angesetzt hat.
  • Solle der Versicherer das Risikomerkmal ändern, wenn zum Beispiel das Fahrzeug in eine andere Klasse eingestuft wird, gilt das selbe.
  • Auch bei der Anschaffung eines neuen Fahrzeugs besteht für den Versicherungsnehmer das Recht zu kündigen. Beim Wechsel des Fahrzeugs gilt die bisherige Auto-Versicherung automatisch als gekündigt, sobald ein Vertrag mit einem anderen Versicherungsnehmer geschlossen wurde.

Die Fristen für die außerordentliche Kündigung betragen – im Fall der Beitragserhöhung und der Änderung des Risikomerkmals – vier Wochen ab Zugang der Mitteilung durch den Versicherungsgeber. Im Falle eines Schadens kann die außerordentliche Kündigung innerhalb vier Wochen – nach Annahme oder Ablehnung der Leistung durch die Versicherung – ausgesprochen werden.
Wichtig ist, dass Sie bei Ihrer Kfz-Sonderkündigung immer den Grund für die Vertragsauflösung angeben. Sollten Sie das nicht tun kann es sein, dass Ihr Sonderkündigungsrecht nicht anerkannt wird. Zur Sicherheit sollten Sie Ihre Kündigung per Einschreiben mit Rückschein versenden. Durch dieses haben Sie den Beweis, dass Kündigung rechtzeitig beim Versicherer eingegangen ist.